Mittwoch, 1. Januar 2014

Lekala - WIP (Teil 3)

Die Fertigstellung des Shirts


Nun geht es mit großen Schritten auf das Finale und die spannende Frage, ob das Shirt denn passen wird, zu.

Im nächsten Arbeitsschritt kümmern wir uns um die Falten in den beiden sich überlappenden vorderen Oberteilen des Shirts. Dazu legen wir die Markierungen (also die beim Ausschneiden eingeknipsten Stillen) übereinander und legen die dadurch entstandene Falte wie auf dem Bild (oder auch in der technischen Zeichnung des Schnittmusters) zu sehen:

Damit da auch später nichts mehr verrutscht, näht man im Bereich der Falten mit der Nähmaschine auf der Nahtzugabe eine Fixierungsnaht:

Wenn das geschehen ist, legt man das Shirt mit der rechten Seite nach oben vor sich hin und überlappt die Vorderteile. Dabei liegt das linke Vorderteil unten, das rechte oben. Die beiden Vorderteile lässt man so weit überlappen, dass man insgesamt auf die Breite kommt, die das untere Vorderteil an seiner oberen Kante auch hat. Dieses legt man dann rechts auf rechts auf die Vorderteile und näht alle drei Teile aufeinander - ich habe das mit der Overlock gemacht, aber leider vergessen, diesen Arbeitsschritt zu fotografieren.

Nun sind die Ärmel dran. Dazu lege ich wieder das Shirt mit der rechten Seite flach auf den Boden und stecke die Ärmel rechts auf rechts in den Armausschnitt (Markierungen an den Ärmeln und am Vorderteil beachten!).
Eingenäht werden die Ärmel bei mir wieder mit der Overlock und wenn man das Zwischenergebnis wieder über die Püppi legt, sieht das einem Shirt schon verdammt ähnlich.

Nun werden zunächst die Ärmel mit der Covermaschine gesäumt. Dazu bügle ich die Nahtzugabe wieder sorgfältig um und covere anschließend die Säume. Das ist unspektakulär und da gibt's auch nichts Aussagekräftiges zu fotografieren.

Anschließend schließe ich EINE Seitennaht vom Ärmel beginnend in einem Rutsch bis zur Saumnaht. Am Anfang der Ärmelnaht lasse ich ein etwa 3-4cm langes Stückchen der Overlockfadenwurst stehen:


Dann covere ich in einem Rutsch den auf einer Seite immer noch offenen Saum des Shirts, nachdem ich auch diesen sorgfältig umgebügelt habe. Nun kann auch die zweite Seitennaht in einem Rutsch geschlossen werden. An beiden Ärmeln und an einem Saumende stehen jetzt noch diese Overlockfadenzipfel über. Diese werden nun sauber versteckt.

Dazu lege ich die Overlocknaht zur Seite, wobei ich das Fadenende dahinter verstaue. Das wird dann festgesteckt und mit der Nähmaschine nähe ich eine Naht knapp neben der Ärmelnaht und fixiere dabei die Overlocknaht am Bündchen - so stört die später beim Tragen nicht.
Die meisten meiner Kaufshirts sind auch so versäubert, das hat mich auf diese Idee gebracht.



Und das fertige Ergebnis sieht an meiner Püppi (die keinen BH trägt, weshalb die Brustpartie ein wenig unförmig erscheint) so aus:
An mir mit passendem "Darunter" sitzt es wirklich super, so wie das schwarze Shirt von hier auch. Und dieses Mal sind sogar die Falten des Vorderteils auf die richtige Seite gelegt - man lernt halt dazu ;-)

Was mich aber am meisten freut an den Shirts ist die saubere Verarbeitung der Säume und des Ausschnittes, auch von innen sieht das wirklich professionell aus, finde ich:
Als nächstes möchte ich gerne ein Shirt im Stoffmix ausprobieren, so ein wenig im Desigual-Stil. Dazu muss ich meinen Jersey-Stapel inspizieren und nach kombinierbaren gemusterten Stoffen durchsehen.

Kommentare:

  1. So. Neues jahr, neue Ziele. Nach meinem aktuellen stapel MUSS ich wirklich auch so ein shirt haben. Danke fürs zeigen. Ich bin gespannt, ob ich auch ein tragbares ergebnis bekomme.
    Dein rotes Shirt gefällt mir noch besser als das schwarze.

    AntwortenLöschen
  2. Dein Shirt sieht wirklich toll aus! Und auch ich bin begeistert von dem AuschnittNaht - sehr professionell sieht es aus :o) Und die Farbe ist sowieso sehr schön.
    Danke für's mitknipsen! Ich habe es gebookmarkt - mal schauen ob ich mich dieses Jahr herantraue ;o)
    LG, Nessi

    AntwortenLöschen
  3. hach... danke für die tolle Anleitung. Ich werde es auf alle Fälle mal ausprobieren! (aber erst später im Jahr... davon... du weißt ja...)

    AntwortenLöschen