Für eine liebe Freundin habe ich eine Ordnerhülle aus Wollfilz mit verliebten Notenschlüsseln genäht:
Dienstag, 4. April 2017
Donnerstag, 2. März 2017
Mal ein ganz anderes DIY
Ich habe da eine Kiste stehen, mit ganz vielen, alten Fotos. Analogen Fotos. Schlecht bis gar nicht sortiert. Und die dazugehörigen Negative sind auch da. Noch schlechter sortiert und nicht immer bei den dazugehörigen, entwickelten, aber nie in Alben eingeklebten Fotos.
Und dann ist da noch die bald 18-jährige Tochter, die immer wieder anmahnt, sie möchte doch so gerne mehr Fotos aus ihren Baby- und Kleinkindtagen sehen.
Zu Zeiten analoger Fotografie hat man sich - zumindest anfangs - das Motiv immer noch gut überlegt, Filme waren nicht so gaaaanz billig und die max. 36 Aufnahmen eines Films ja irgendwie "endlich". Aus der Zeit haben wir noch relativ wenige, aber meist recht wohlüberlegte Fotos. Mit mäßigem Fotoapparat zwar, aber immerhin.
Dann sind wir in die DSLR-Fotografie eingestiegen - immer noch analog. Die Kleinbildfilme wurden auch immer günstiger und so wurden in zwei Wochen Urlaub mit den Kindern schon gut und gerne mal mehrere hundert Fotos geschossen. Wirklich einzigartig waren dabei die wenigsten - weshalb sie auch nie den Weg in ein Album, sondern in die Fotokiste ("Ist eh viel praktischer...!" ==> man kann sich auch wirklich leicht selbst anlügen, um die Arbeit des Auswählens, Sortierens und Gestaltens eines Albums zu umgehen) gefunden haben.
Und dann ging es plötzlich los mit der digitalen Fotografie, die langsam aber sicher immer bessere Qualität bot und schließlich die analoge Fotografiererei vollends abgelöst hat. Fotografieren wurde noch billiger, es wurden noch mehr Fotos geknipst. Die guten muss man in der Masse mittlerweile suchen wie die Nadel im Heuhaufen. Und entwickelt werden kaum noch welche, man sieht sie auf dem Bildschirm an - was auf Dauer auch nicht wirklich Flair hat.
Und jetzt haben wir den Salat: In diversen Kartons, auf Festplatten und Sicherungs-CDs lagern Tausende von Fotos. Es ist schier unmöglich, auf die Schnelle Fotos zu einem bestimmten Tag, zu einem Urlaub etc. hervorzukramen. Immer wieder habe ich mir überlegt, dass man (!) mal alle alten Fotos digitalisieren müsste. Um sie so besser verwalten und vor allem für alle Familienmitglieder zugänglich zu machen.
Nun habe ich mir nach langem Hin- und Herüberlegen, vielen durchgeackerten Produkttests im Internet und einigen gefüllten und wieder geleerten Warenkörben einen Scanner besorgt, der in der Lage sein sollte, unsere Familienfotos in einigermaßen brauchbarer Qualität zu digitalisieren.
Und dann habe ich angefangen, die ersten Filme einzuscannen. Für 6 gescannte Filme à 36 Bildern habe ich sage und schreibe 5 Stunden investiert und da warten noch einmal 48 Filme. Aber was ist das für eine lustige Zeitreise geworden! Meine mittlerweile so gut wie erwachsene Tochter als knapp dreijähriges, pausbackiges Mädchen im Italien-Urlaub - das kann ich gut und gerne hier zeigen, die erkennt so garantiert niemand wieder:
Und sogar ein Foto von meinem ersten Auto - mein heißgeliebter, metallic-auberginefarbener (die Farbe hieß wirklich so!!) VW Käfer:
Die zerbrochene Garagenfensterscheibe im Hintergrund hatte weiland mein Bruder mit dem Fußball auf dem Gewissen...
Mir stehen noch viele, viele Stunden Arbeit bevor, bis alles digitalisiert ist, aber ich glaube, das wird ganz lustig werden. Und im Sommer, wenn meine Große 18 wird, soll sie eine wunderschöne Fotoshow mit vielen lustigen Bildern aus allen Jahren ihres bisherigen Lebens bekommen - das sollte als Ansporn reichen.
Freitag, 26. Februar 2016
Schrecklich faul...
...bin ich geworden, was das Bloggen angeht. Dennoch sitze ich immer mal wieder in der Nähstube und arbeite an einem persönlichen Großprojekt, zwischendurch habe ich jetzt aber auch wieder mal zwei Kundenwünsche erfüllt:
Eine Islandpferde-Liebhaberin bekommt diese Handtasche von einer lieben Freundin zum Geburtstag:
Und ebenfalls als Geburtstagsgeschenk wurde ein Shopper aus Filz mit aufgenähten Taschen geordert. Dabei habe ich mich in der Form von der Schnabelina-Bag inspirieren lassen:
Eine Islandpferde-Liebhaberin bekommt diese Handtasche von einer lieben Freundin zum Geburtstag:
Und ebenfalls als Geburtstagsgeschenk wurde ein Shopper aus Filz mit aufgenähten Taschen geordert. Dabei habe ich mich in der Form von der Schnabelina-Bag inspirieren lassen:
Montag, 21. Dezember 2015
Handtasche aus Filz - Nähanleitung
Da ich neulich für drei Generationen von "Mädels" Taschen aus Filz anfertigen durfte, habe ich die Gelegenheit genutzt und dazu ein kleines Tutorial erstellt. Eine junge Mama wollte für sich eine Wickeltasche haben, die nicht zu groß ausfällt und später auch als Shopper genutzt werden kann. Dazu passend sollte die Oma eine Handtasche und die kleine Tochter ein KiGa-Täschchen erhalten:
Eine Anleitung zu den Taschen findet ihr hier.
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Vintage-Glockenrock - Eine Nähanleitung
Vielleicht braucht ja die ein oder andere noch ein schickes Teil für die Weihnachtsgarderobe? Dieser Rock passt - da er maßgeschneidert ist - ganz bestimmt und ist obendrein recht schnell genäht.
Ich bin Vintage-Fan und liebe Tellerröcke - allerdings sehe ich in den meisten davon aus wie ein explodiertes Marshmallow. Also musste eine Eigenkreation her, nachdem ich beim Stoffdealer meines Vertrauens ein absolutes Stoffschätzchen erstanden hatte.
Mein erstes Anliegen war es, eine Alternative zu ganzen Tellerröcken zu finden, die oft - und gerade bei etwas festeren Stoffen - sehr auftragen. Dieser Glockenrock ist im Prinzip ein halber Tellerrock.
Mein erstes Anliegen war es, eine Alternative zu ganzen Tellerröcken zu finden, die oft - und gerade bei etwas festeren Stoffen - sehr auftragen. Dieser Glockenrock ist im Prinzip ein halber Tellerrock.
Das zweite
Anliegen war, einen Schnitt mit einem angesetzten Bund und seitlichem
Reißverschluss zu erarbeiten. Die recht praktischen Anleitungen für Tellerröcke
/ Dreivierteltellerröcke / Halbtellerröcke mit elastischem Bund, die ich im
Internet gefunden habe, führen dazu, dass man bei Größe 42-44, die ich trage,
einen derart dicken Stoffwulst im Bauchbereich erhält, der dann - und auch hier
wieder noch extremer bei den schönen festeren Stoffen - dort aufträgt, wo ich
nun wirklich keine zusätzliche Stofffülle gebrauchen kann.
Entstanden
ist somit ein Rock, der - kombiniert mit einem nicht allzu bauschigen Petticoat
und einem schmalen, bis zur Hüfte reichenden Oberteil - eine tolle, feminine
Silhouette zaubert, auch wenn man keine „Size 0“ trägt.
Material:
- 1,40 m nicht zu dünner Bekleidungsstoff mit etwas Stand (sollte nicht allzu elastisch sein, muss auch gar nicht elastisch sein), Stoffbreite mind. 140 cm (ACHTUNG: Der Stoff darf kein Muster mit „Richtung“ haben (z.B. Streifen, Fotodruck o.Ä.), weil später im schrägen Fadenlauf zugeschnitten wird!)
- 1 Rockreißverschluss (etwa 22 cm)
- Stanzband/Bundeinlage/Bundfix (Taillenweite +10 cm) für den Bund (fertige Breite: 3,5 cm)
- Druckknopf oder Haken und Öse zum Annähen
Diese
Nähanleitung stelle ich der besseren Lesbarkeit und der Übersichtlichkeit wegen hier als pdf-Datei für den privaten
Gebrauch kostenlos zur Verfügung.
Die gewerbliche Nutzung der Anleitung ist
nicht gestattet.
Freitag, 7. August 2015
Markttag
Heute war ich mit den Kindern schon früh morgens auf dem Markt und habe einen ganzen Korb voll mit frischem Gemüse und Kräutern geholt:
Das habe ich dann geputzt und vorbereitet,...
... um dann aus dem Gemüse und Salz Suppengrundstock zuzubereiten:
2 Stunden später sind aus frischem Gemüse für 17 Euro 22 Gläser Suppengrundstock entstanden. Der hält sich im Kühlschrank locker bis zu einem Jahr - wenn er nicht vorher verkocht wurde, was bei uns sicher der Fall sein wird. Als Grundlage für Suppen oder Würze für Soßen, Eintöpfe und deftige Aufläufe ist er bei uns nämlich im Dauereinsatz und die gesunde Alternative für Brühpulver, das selbst in der "besten Qualität", die man mir im Reformhaus (!) angeboten hat, nur einen Gemüseanteil von 14 % hat...
Donnerstag, 25. Juni 2015
Die Euler-Kalkulation
Eine Kollegin hat nun schon zum wiederholten Mal bei mir Eulenkissen als Geschenk für neue Erdenbürger bestellt. Und ich möchte auch gleich vorausschicken, dass das wirklich eine ganz liebe Kollegin ist, die die Qualität meiner Arbeit und auch die investierte Arbeitszeit sehr schätzt und mich immer absolut fair dafür entlohnt.
Dennoch höre ich immer wieder auch entsetzte Aussagen wie "Was?? So viel sollen die Kissen kosten? Die gibt's doch bei xy viel billiger!"
Bisher hatte ich noch nie wirklich darauf geachtet, wie lange ich an einem Kissen sitze und was da wirklich genau an Materialkosten drinsteckt. Jetzt wollte ich es aber genau wissen. Deshalb habe ich dieses Mal ganz genau hingeschaut und mitgeschrieben:
Ich habe für 4 "Eulers" exakt 335 Minuten gebraucht, das entspricht knapp 90 Minuten pro Kissen. Dabei hatte ich hier aber auch zwei zeitliche Vorteile: Die Stoffauswahl hat meine Kollegin getroffen, sie hat mir die Stoffe schon für die 4 Kissen einzeln zusammengepackt und feinst säuberlich beschriftet. Die doch manchmal recht zeitraubende Stoffzusammenstellung (je nach Kundschaft kann das durchaus schnell mal eine halbe Stunde oder mehr an Sucherei im Stoffschrank oder auch im Internet in Anspruch nehmen) fiel also weg. Außerdem lassen sich die einzelnen Arbeitsschritte natürlich gut ökonomisieren, wenn man immer 4 Sachen in einem Rutsch erledigt.
Bei diesen "Eulers" hatte ich im übrigen auch das Glück, dass nichts schief gelaufen ist. Da streikt ja gerne mal ein Maschinchen (v.a. die Stickmaschine führt da oft ein zickiges Eigenleben) oder ich schieße einen Bock, den auszubügeln viel länger dauert als ihn zu schießen ;-)
Dass ich irgendwann einmal die Stickdateien für die Flügel, die Beinchen und die Eulengesichter auch mal digitalisiert habe, ist in dieser Kalkulation im übrigen auch nicht berücksichtigt, hat aber insgesamt mehr als einen 8-Stunden-Arbeitstag in Anspruch genommen.
Alleine, um die insgesamt 4 Paar Flügel und Beinchen zu sticken, auszuschneiden, zu wenden und glatt zu bügeln, habe ich 80 Minuten gebraucht:
Nach dem Zuschnitt der restlichen Teile kam der zeitintensivste Part: Das Sticken der Eulengesichter. Das ist deshalb so aufwendig, weil man pro Gesicht 14 Arbeitsschritte durchläuft:
Da die Kissen mit dem Namen der beschenkten Kinder bestickt werden sollen, müssen diese nun digitalisiert und auf Stickfilz gestickt werden. Das geht aber - mit etwas Übung und dem Wissen, was man im Digitalisierungsprogramm (ich nutze Embird) wie einstellen muss, damit es ein schönes Ergebnis gibt - recht flott. Flügel, Füßchen und Name müssen dann natürlich noch mit der Maschine aufgenäht werden.
Als nächstes werden die Eulers zusammengesetzt und nach diesem Arbeitsschritt meint man, man ist schon so gut wie fertig:
Das ist ein sehr trügerisches Gefühl! Jetzt müssen die "Eulers" nur noch gestopft und die Wendeöffnungen von Hand (eine undankbare Aufgabe...) verschlossen werden. Dafür gingen für diese 4 Exemplare sage und schreibe nochmal 45 Minuten drauf.
Thema Materialkosten:
Die Stoffe hatte wie oben erwähnt meine Kollegin besorgt, dieser Teil der Kosten hat sich hier also von vornherein erledigt. Allerdings hat sie vergessen, dass man für die Augen auch weißen und schwarzen Stoff für die Applikationen benötigt - da habe ich aber im Stoffschrank noch ausreichend Vorräte (die natürlich mal Geld gekostet haben).
Ich brauche zum Sticken auch Stickvlies. Ich sticke mit einem recht großen Rahmen (20x26cm), da kann man auch mal mehrere Einzelteile auf einmal arbeiten. Pro "Euler" brauche ich dennoch 3 große Stücke Stickvlies, einmal für die Flügel, einmal für die Beine, einmal für das Gesicht. Dazu benötige ich noch Stickfilz, auf den ich die Namen sticken kann. Den habe ich immer in einer gut sortierten Farbauswahl vorrätig. Hier konnte ich übrigens auch ein wenig ökonomisch arbeiten, indem ich je zwei Namen auf dieselbe Stickfilzfarbe gestickt habe, das spart unnötigen Verschnitt. Und auch hierfür braucht es nochmal ein kleines Stückchen Stickvlies zum Einspannen (die Kosten für Stickfilz und Stickvlies belaufen sich auf ca. 1 € pro Kissen).
Und schließlich müssen die Kissen noch mit Füllwatte ausgestopft werden. Da nehme ich - gerade wenn die Kissen auch mal intensiv von Kindern bespielt werden - hochwertiges waschbares Material. Pro Kissen brauche ich 150g (extra gewogen!), das kostet auch nochmal etwa 1 € pro Kissen.
Stick- und Nähgarn braucht man natürlich auch, ich arbeite mit zwei hochwertigen Maschinen (Stick- und Nähmaschine), die verbrauchen Strom (ebenso wie mein Bügeleisen, das bei der Eulerproduktion ständig im Einsatz ist), ich muss mein Nähzimmer heizen... das alles sind Kosten, die ich in die Euler-Kalkulation mit einfließen lassen muss, wenn ich nicht aus rein karitativen Motiven für andere nähen möchte.
So, und was darf nun eurer Meinung nach ein "Euler" kosten? Diese Exemplare hier sind übrigens 28cm hoch und 25cm breit.
Dennoch höre ich immer wieder auch entsetzte Aussagen wie "Was?? So viel sollen die Kissen kosten? Die gibt's doch bei xy viel billiger!"
Bisher hatte ich noch nie wirklich darauf geachtet, wie lange ich an einem Kissen sitze und was da wirklich genau an Materialkosten drinsteckt. Jetzt wollte ich es aber genau wissen. Deshalb habe ich dieses Mal ganz genau hingeschaut und mitgeschrieben:
Ich habe für 4 "Eulers" exakt 335 Minuten gebraucht, das entspricht knapp 90 Minuten pro Kissen. Dabei hatte ich hier aber auch zwei zeitliche Vorteile: Die Stoffauswahl hat meine Kollegin getroffen, sie hat mir die Stoffe schon für die 4 Kissen einzeln zusammengepackt und feinst säuberlich beschriftet. Die doch manchmal recht zeitraubende Stoffzusammenstellung (je nach Kundschaft kann das durchaus schnell mal eine halbe Stunde oder mehr an Sucherei im Stoffschrank oder auch im Internet in Anspruch nehmen) fiel also weg. Außerdem lassen sich die einzelnen Arbeitsschritte natürlich gut ökonomisieren, wenn man immer 4 Sachen in einem Rutsch erledigt.
Bei diesen "Eulers" hatte ich im übrigen auch das Glück, dass nichts schief gelaufen ist. Da streikt ja gerne mal ein Maschinchen (v.a. die Stickmaschine führt da oft ein zickiges Eigenleben) oder ich schieße einen Bock, den auszubügeln viel länger dauert als ihn zu schießen ;-)
Dass ich irgendwann einmal die Stickdateien für die Flügel, die Beinchen und die Eulengesichter auch mal digitalisiert habe, ist in dieser Kalkulation im übrigen auch nicht berücksichtigt, hat aber insgesamt mehr als einen 8-Stunden-Arbeitstag in Anspruch genommen.
Alleine, um die insgesamt 4 Paar Flügel und Beinchen zu sticken, auszuschneiden, zu wenden und glatt zu bügeln, habe ich 80 Minuten gebraucht:
Nach dem Zuschnitt der restlichen Teile kam der zeitintensivste Part: Das Sticken der Eulengesichter. Das ist deshalb so aufwendig, weil man pro Gesicht 14 Arbeitsschritte durchläuft:
- Stoff einspannen, Umriss der Augen "anzeichnen" lasssen
- weißen Stoff für die Augen platzieren, festnähen lassen
- den überstehenden Stoff sorgfältig rundherum abschneiden
- den weißen Stoff mit Satinstich feststicken lassen
- Fadenwechsel
- Umriss der Pupillen anzeichnen lassen
- schwarzen Stoff für die Pupillen platzieren, festnähen lassen
- überstehenden schwarzen Stoff sorgfältig rundherum abschneiden
- den schwarzen Stoff mit Satinstich feststicken lassen, Augenbrauen sticken lassen (dazwischen immer wieder die Maschine anhalten und Sprungstiche abschneiden)
- Fadenwechsel
- Umriss des Schnabels anzeichnen lassen
- orangen Stoff für den Schnabel platzieren und feststicken lassen
- überstehenden orangen Stoff sorgfältig abschneiden
- Schnabel mit Satinstichen feststicken lassen ==> "schon" ist ein Eulergesicht fertig!
Da die Kissen mit dem Namen der beschenkten Kinder bestickt werden sollen, müssen diese nun digitalisiert und auf Stickfilz gestickt werden. Das geht aber - mit etwas Übung und dem Wissen, was man im Digitalisierungsprogramm (ich nutze Embird) wie einstellen muss, damit es ein schönes Ergebnis gibt - recht flott. Flügel, Füßchen und Name müssen dann natürlich noch mit der Maschine aufgenäht werden.
Als nächstes werden die Eulers zusammengesetzt und nach diesem Arbeitsschritt meint man, man ist schon so gut wie fertig:
Das ist ein sehr trügerisches Gefühl! Jetzt müssen die "Eulers" nur noch gestopft und die Wendeöffnungen von Hand (eine undankbare Aufgabe...) verschlossen werden. Dafür gingen für diese 4 Exemplare sage und schreibe nochmal 45 Minuten drauf.
Thema Materialkosten:
Die Stoffe hatte wie oben erwähnt meine Kollegin besorgt, dieser Teil der Kosten hat sich hier also von vornherein erledigt. Allerdings hat sie vergessen, dass man für die Augen auch weißen und schwarzen Stoff für die Applikationen benötigt - da habe ich aber im Stoffschrank noch ausreichend Vorräte (die natürlich mal Geld gekostet haben).
Ich brauche zum Sticken auch Stickvlies. Ich sticke mit einem recht großen Rahmen (20x26cm), da kann man auch mal mehrere Einzelteile auf einmal arbeiten. Pro "Euler" brauche ich dennoch 3 große Stücke Stickvlies, einmal für die Flügel, einmal für die Beine, einmal für das Gesicht. Dazu benötige ich noch Stickfilz, auf den ich die Namen sticken kann. Den habe ich immer in einer gut sortierten Farbauswahl vorrätig. Hier konnte ich übrigens auch ein wenig ökonomisch arbeiten, indem ich je zwei Namen auf dieselbe Stickfilzfarbe gestickt habe, das spart unnötigen Verschnitt. Und auch hierfür braucht es nochmal ein kleines Stückchen Stickvlies zum Einspannen (die Kosten für Stickfilz und Stickvlies belaufen sich auf ca. 1 € pro Kissen).
Und schließlich müssen die Kissen noch mit Füllwatte ausgestopft werden. Da nehme ich - gerade wenn die Kissen auch mal intensiv von Kindern bespielt werden - hochwertiges waschbares Material. Pro Kissen brauche ich 150g (extra gewogen!), das kostet auch nochmal etwa 1 € pro Kissen.
Stick- und Nähgarn braucht man natürlich auch, ich arbeite mit zwei hochwertigen Maschinen (Stick- und Nähmaschine), die verbrauchen Strom (ebenso wie mein Bügeleisen, das bei der Eulerproduktion ständig im Einsatz ist), ich muss mein Nähzimmer heizen... das alles sind Kosten, die ich in die Euler-Kalkulation mit einfließen lassen muss, wenn ich nicht aus rein karitativen Motiven für andere nähen möchte.
So, und was darf nun eurer Meinung nach ein "Euler" kosten? Diese Exemplare hier sind übrigens 28cm hoch und 25cm breit.
Sonntag, 19. April 2015
Kindergartenrucksack
Nach zwei Jahre langer täglicher Nutzung hat sich der erste Kindergartenrucksack meiner Jüngsten nun verabschiedet - ein neuer musste her.
Und da unsere kleine Maus eine recht konkrete Vorstellung hatte, war das Design schnell besprochen: rosa sollte er sein, eine Eule sollte drauf und der Name natürlich auch. Und als kleine Überraschung kam dann noch ein Eulen-Taschenbaumler zusätzlich dran:
Und da unsere kleine Maus eine recht konkrete Vorstellung hatte, war das Design schnell besprochen: rosa sollte er sein, eine Eule sollte drauf und der Name natürlich auch. Und als kleine Überraschung kam dann noch ein Eulen-Taschenbaumler zusätzlich dran:
Mittwoch, 15. April 2015
Donnerstag, 9. April 2015
Morgens halb zehn in Deutschland...
... beschließe ich, meine krankheits- (und kurzurlaubs-)bedingte kreative Auszeit zu beenden. Dabei fällt mir auch wieder ein, dass ich für unsere Kleine schon lange ein Ballonkleid nähen wollte.
Ich filze also den Rechner nach einem Schnittmuster für ein Ballonkleid und werde auch in Sekundenschnelle fündig - allein, es ist ein Schnittmuster für Erwachsene. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das gekauft habe, genäht habe ich es zumindest noch nicht. (Und ich bin, was den Kauf von Ebooks anbelangt, so schusselig, dass ich neulich sogar ein Ebook gekauft habe, das ich mir vor einem halben Jahr schon mal gekauft hatte, genäht natürlich auch noch nicht...)
Also entschließe ich mich kurzerhand um, drucke das Schnittmuster für ein Damenballonkleid aus, klebe es zusammen, wähle die Stoffe aus dem gut gefüllten Stoffschrank (kann es sein, dass ich beim Stoffekaufen ebenso unstrukturiert bin wie beim Ebook-Kaufen??):
Die große Tochter kommt vorbei und meint entsetzt: "Boah, das ist ja krass bunt! Mir gefällt's nicht!!" Keine Sorge, du musst es ja nicht tragen....
Zwei Stunden später: Das gedoppelte Oberteil ist fertig (entgegen der Anleitung ganz ohne sichtbare Nähte auf der Innenseite), der Saum auch, das Bindeband ebenso. Nur noch vier Nähte entfernt vom neuen Kleid ;-)
Ich filze also den Rechner nach einem Schnittmuster für ein Ballonkleid und werde auch in Sekundenschnelle fündig - allein, es ist ein Schnittmuster für Erwachsene. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das gekauft habe, genäht habe ich es zumindest noch nicht. (Und ich bin, was den Kauf von Ebooks anbelangt, so schusselig, dass ich neulich sogar ein Ebook gekauft habe, das ich mir vor einem halben Jahr schon mal gekauft hatte, genäht natürlich auch noch nicht...)
Also entschließe ich mich kurzerhand um, drucke das Schnittmuster für ein Damenballonkleid aus, klebe es zusammen, wähle die Stoffe aus dem gut gefüllten Stoffschrank (kann es sein, dass ich beim Stoffekaufen ebenso unstrukturiert bin wie beim Ebook-Kaufen??):
Die große Tochter kommt vorbei und meint entsetzt: "Boah, das ist ja krass bunt! Mir gefällt's nicht!!" Keine Sorge, du musst es ja nicht tragen....
Zwei Stunden später: Das gedoppelte Oberteil ist fertig (entgegen der Anleitung ganz ohne sichtbare Nähte auf der Innenseite), der Saum auch, das Bindeband ebenso. Nur noch vier Nähte entfernt vom neuen Kleid ;-)
Und nun ist das gute Stück fertig und mir gefällts richtig gut!
PS: Gerade eben meinte die große Tochter: "Sieht gar nicht so schlecht aus!"
Montag, 16. März 2015
Wickelkleid
...von ki-ba-doo aus Stoffresten in Gr. 110 für die Kleinste im Hause Mirakado:
Gut, dass ich mir davon das TwinEbook geholt habe ;-)
Dienstag, 10. März 2015
Elodie-Saison
Und schon wieder fängt eine neue Elodie-Saison an. Diesmal in rosa und nach in bewährter Methode abgeändertem Schnitt:
Mittwoch, 18. Februar 2015
Erstes Frühlingsoutfit
Vom Wintergrau habe ich allmählich genug, und so wird es Zeit, dass zumindest im Nähzimmer langsam der Frühling Einzug hält.
Aus blau-gemustertem Stoff mit Blumenmotiven habe ich mir also zunächst einen Glockenrock bzw. halben Tellerrock genäht. Als ich fertig war, ist mir aufgefallen, dass der Stoff doch transparenter ist, als ich gedacht hätte. Also habe ich nachträglich noch ein Futter reingepfriemelt - und jetzt bin ich total begeistert, wie toll sich der Rock nun trägt (viiiiiiel angenehmer als ohne Futter!) und wie schön er schwingt - dazu vielleicht bei Gelegenheit mal ein Tragefoto.
Das Oberteil (aus leichtem, glänzendem Sommerstrick) ist wieder nach Lekala #4119 entstanden, ich habe es aber dieses Mal um 8 cm gekürzt, damit es nicht zu lang wird und den Glockenrock an den Hüften "anknautscht". Halbwegs passende Schuhe gab mein Fundus auch noch her und somit ist das erste Komplettoutfit für den Frühling fertig:
Aus blau-gemustertem Stoff mit Blumenmotiven habe ich mir also zunächst einen Glockenrock bzw. halben Tellerrock genäht. Als ich fertig war, ist mir aufgefallen, dass der Stoff doch transparenter ist, als ich gedacht hätte. Also habe ich nachträglich noch ein Futter reingepfriemelt - und jetzt bin ich total begeistert, wie toll sich der Rock nun trägt (viiiiiiel angenehmer als ohne Futter!) und wie schön er schwingt - dazu vielleicht bei Gelegenheit mal ein Tragefoto.
Das Oberteil (aus leichtem, glänzendem Sommerstrick) ist wieder nach Lekala #4119 entstanden, ich habe es aber dieses Mal um 8 cm gekürzt, damit es nicht zu lang wird und den Glockenrock an den Hüften "anknautscht". Halbwegs passende Schuhe gab mein Fundus auch noch her und somit ist das erste Komplettoutfit für den Frühling fertig:
Sonntag, 15. Februar 2015
Strickset
Aus leichtem Strickstoff, den ich bei Stoff & Stil im Schlussverkauf bestellt habe, sind in den letzten Tagen zwei bequeme Teile entstanden, und zwar eine "My Cuddle Me" und ein Lekala-Oberteil (#4119). In Kombination werde ich die zwei Teile zwar nicht unbedingt tragen, aber ich hatte halt von dem Strickstoff soviel da, dass ich beide Schnitte mal testen konnte.
Ich denke, zum Cardigan muss ich nicht allzu viel sagen, der geistert seit Wochen ja inflationär durch die unendlichen Weiten des Internets - und ich konnte natürlich auch nicht widerstehen ;-)
Sehr angetan bin ich aber auch von dem Lekala-Oberteil. Wie alle Lekala-Teile sitzt es wirklich so, wie es soll und ich finde es recht schick, dabei aber doch s**bequem. Das Oberteil ist im Online-Katalog übrigens als "Bluse" betitelt, der Stoff dafür muss aber unbedingt dehnbar sein, für einen nicht dehnbaren Stoff ist der Schnitt nicht ausgelegt.
Ich denke, zum Cardigan muss ich nicht allzu viel sagen, der geistert seit Wochen ja inflationär durch die unendlichen Weiten des Internets - und ich konnte natürlich auch nicht widerstehen ;-)
Sehr angetan bin ich aber auch von dem Lekala-Oberteil. Wie alle Lekala-Teile sitzt es wirklich so, wie es soll und ich finde es recht schick, dabei aber doch s**bequem. Das Oberteil ist im Online-Katalog übrigens als "Bluse" betitelt, der Stoff dafür muss aber unbedingt dehnbar sein, für einen nicht dehnbaren Stoff ist der Schnitt nicht ausgelegt.
Mittwoch, 4. Februar 2015
Nachgemacht...
...habe ich diese tolle Idee von Griselda von Machwerk. Ich habe mich spontan in die Wasserfalljacke verliebt und musste das auch gleich selbst ausprobieren.
Den groben Wollstoff habe ich sehr günstig im Schlussverkauf des örtlichen Stoffgeschäftes ergattert, den burda-Schnitt habe ich mir online besorgt und so gekürzt, wie Griselda das schon in ihrem Blog beschrieben hatte. Herausgekommen ist eine absolute Wohlfühljacke, die ich gerne auch noch aus anderen Stoffen (Wollwalk vielleicht?) ausprobieren möchte.
Den groben Wollstoff habe ich sehr günstig im Schlussverkauf des örtlichen Stoffgeschäftes ergattert, den burda-Schnitt habe ich mir online besorgt und so gekürzt, wie Griselda das schon in ihrem Blog beschrieben hatte. Herausgekommen ist eine absolute Wohlfühljacke, die ich gerne auch noch aus anderen Stoffen (Wollwalk vielleicht?) ausprobieren möchte.
Von vorne...
...und von hinten
So richtig zum Reinkuscheln
Und auch wenn ich hier reichlich doof gucke, finde ich es toll, wie schön die Jacke schwingt ;-)
Sonntag, 25. Januar 2015
Sternsitzsack
Angesteckt von vielen schönen Beispielen, die ich in letzter Zeit so im Netz bewundert habe, musste auch ich uuunbedingt einen Sternsitzsack nach dieser Anleitung nähen. Da traf es sich doch gut, dass mein Sohn einen hat und meine Tochter da ohnehin schon seit längerem neidisch drauf war. Tja, nun ist der Sohn neidisch - sein (Kauf-)Sitzsack ist doch recht langweilig im Vergleich zum neuen Sternsitzsack der kleinen Schwester...
Da ich davon ausgehe, dass der Sitzsack nicht bis in alle Ewigkeit sauber gehalten wird, habe ich mir die Mühe gemacht, ihn zweimal zu nähen - einmal aus Nesselstoff als Inlett, einmal aus bunten Stoffen für die Hülle.
Genäht sind die Kissen relativ schnell (vorausgesetzt, man näht nicht als erstes das Inlett aus einem einzigen einfarbigen Stoff und beginnt dann irgendwann, die Quadrate falsch zusammenzusetzen - bei unterschiedlichen Stoffen, wie ich sie für die Außenseite genommen habe, fällt es einem sehr viel leichter, den Überblick zu behalten). Meine Quadrate waren 50x50 cm groß. Und ich hatte da völlig unterschätzt, wieviel an Füllmaterial man dafür dann schlussendlich braucht. Ich hatte mir zwar beim Online-Auktionshaus einen 420-Liter-Sack EPS-Perlen ersteigert, dachte aber, dass der quasi bis ans Lebensende reichen sollte. Naja - viel ist nicht übrig geblieben, das reicht vielleicht noch für einen, sicher aber nicht mehr für zwei Leseknochen.
Befüllt habe ich das Inlett dann folgendermaßen: Ein Verbindunsrohr zwischen EPS-Perlen-Sack und dem bis auf die Füllöffnung fertig genähten Inlett sollte dafür sorgen, dass ich die Perlen im Sitzsack und nicht im Nähzimmer hatte - hat auch fast bis zum Schluss geklappt ;-)
Und so danach:
Da ich davon ausgehe, dass der Sitzsack nicht bis in alle Ewigkeit sauber gehalten wird, habe ich mir die Mühe gemacht, ihn zweimal zu nähen - einmal aus Nesselstoff als Inlett, einmal aus bunten Stoffen für die Hülle.
Genäht sind die Kissen relativ schnell (vorausgesetzt, man näht nicht als erstes das Inlett aus einem einzigen einfarbigen Stoff und beginnt dann irgendwann, die Quadrate falsch zusammenzusetzen - bei unterschiedlichen Stoffen, wie ich sie für die Außenseite genommen habe, fällt es einem sehr viel leichter, den Überblick zu behalten). Meine Quadrate waren 50x50 cm groß. Und ich hatte da völlig unterschätzt, wieviel an Füllmaterial man dafür dann schlussendlich braucht. Ich hatte mir zwar beim Online-Auktionshaus einen 420-Liter-Sack EPS-Perlen ersteigert, dachte aber, dass der quasi bis ans Lebensende reichen sollte. Naja - viel ist nicht übrig geblieben, das reicht vielleicht noch für einen, sicher aber nicht mehr für zwei Leseknochen.
Befüllt habe ich das Inlett dann folgendermaßen: Ein Verbindunsrohr zwischen EPS-Perlen-Sack und dem bis auf die Füllöffnung fertig genähten Inlett sollte dafür sorgen, dass ich die Perlen im Sitzsack und nicht im Nähzimmer hatte - hat auch fast bis zum Schluss geklappt ;-)
So sah der Sitzsack zu Beginn des (mehr als eine Stunde lang dauernden) Befüllunsvorgangs aus:
Und so danach:
Dann noch den Außensack nähen und drüberstülpen:
Und schließlich das Kind probeliegen lassen - fertig!
Dienstag, 20. Januar 2015
Kameratasche
Nachdem das Zubehör für meine Kameratasche angekommen ist, konnte ich sie endlich fertigstellen. Die Stickappli für die Klappe hatte ich hier ja schon einmal gezeigt, auch der passende Kameragurt ist schon länger fertig.
Ich habe die Tasche aus sehr festem Taschenfilz genäht, den nur mein "Traktor", also meine uralte Nähmaschine, problemlos bewältigen konnte.
Innen habe ich einen Ring für das Objektiv eingesetzt, so dass ich die Kamera jetzt von oben mit dem Objektiv voran in die Tasche stecken kann und das Objektiv somit optimal geschützt ist. Links und rechts neben dem Ring haben Akkuladegerät, Kabel, Ersatzakku, Speicherkarten etc. Platz, auch die Kurzanleitung (die ich unterwegs noch nie benutzt habe, aber trotzdem immer gerne griffbereit habe) lässt sich noch bequem in der Tasche verstauen. Verschlossen wird die Tasche mit Klettverschlüssen, die ich unter der Filzappli versteckt habe.
Ich habe die Tasche aus sehr festem Taschenfilz genäht, den nur mein "Traktor", also meine uralte Nähmaschine, problemlos bewältigen konnte.
Innen habe ich einen Ring für das Objektiv eingesetzt, so dass ich die Kamera jetzt von oben mit dem Objektiv voran in die Tasche stecken kann und das Objektiv somit optimal geschützt ist. Links und rechts neben dem Ring haben Akkuladegerät, Kabel, Ersatzakku, Speicherkarten etc. Platz, auch die Kurzanleitung (die ich unterwegs noch nie benutzt habe, aber trotzdem immer gerne griffbereit habe) lässt sich noch bequem in der Tasche verstauen. Verschlossen wird die Tasche mit Klettverschlüssen, die ich unter der Filzappli versteckt habe.
Sonntag, 18. Januar 2015
Altlasten abbauen: Martha
Schon im letzten Sommer hatte ich mit dieser Martha angefangen. Ich hatte zwei Jerseys in Rosatönen hier (sonst eher nicht so meine Farbe) und hatte irgendwie Lust auf eine Martha im Mustermix mit kurzen Ärmeln und "einfachem" Unterteil.
Und dann das: Beim Zuschnitt ist mir doch glatt ein Riesenfauxpas unterlaufen - ich habe das vordere Oberteil nicht im Stoffbruch zugeschnitten, sondern als zwei gegengleiche Teile. Die halb zugeschnittene Martha ist daraufhin im Stoffleichenschrank verschwunden und erst letzte Woche habe ich sie wieder herausgeholt.
Natürlich hatte ich nicht mehr genügend Stoff, um das obere Vorderteil nochmal richtig zuzuschneiden, also musste eine andere Lösung her. Ich habe die zwei Einzelteile also aufeinandergesteppt und die unschöne, weil gänzlich überflüssige Naht vorne in der Mitte mit einer falschen Knopfleiste überdeckt. Und dann war sie eigentlich ganz fix fertiggenäht, meine Kurzarm-Martha, die jetzt so gar nicht zur Jahreszeit passt.
Und dann das: Beim Zuschnitt ist mir doch glatt ein Riesenfauxpas unterlaufen - ich habe das vordere Oberteil nicht im Stoffbruch zugeschnitten, sondern als zwei gegengleiche Teile. Die halb zugeschnittene Martha ist daraufhin im Stoffleichenschrank verschwunden und erst letzte Woche habe ich sie wieder herausgeholt.
Natürlich hatte ich nicht mehr genügend Stoff, um das obere Vorderteil nochmal richtig zuzuschneiden, also musste eine andere Lösung her. Ich habe die zwei Einzelteile also aufeinandergesteppt und die unschöne, weil gänzlich überflüssige Naht vorne in der Mitte mit einer falschen Knopfleiste überdeckt. Und dann war sie eigentlich ganz fix fertiggenäht, meine Kurzarm-Martha, die jetzt so gar nicht zur Jahreszeit passt.
Donnerstag, 15. Januar 2015
Nunofilzen - 1. Versuch
Eigentlich habe ich ja schon fast alles ausprobiert, was man in puncto Handarbeiten ausprobieren kann. Gefilzt habe ich aber noch nie. Und das sollte jetzt auch endlich mal getestet werden. Ich wollte aber keine plastischen Teile wie Tiere, Perlen, Vasen, Schüsselchen etc. filzen, sondern Seide befilzen, also nunofilzen.
Also habe ich einen orangen Seidenschal sowie Filzwolle in rot, orange und gelb genommen und herausgekommen ist - nach einem langen Tag, an dem ich viel geschwitzt und gezweifelt habe - dieser Schal, der in meinen Augen aber durchaus noch Verbesserungspotenzial hat:
Ganz zufrieden bin ich nicht mit dem Ergebnis, ich weiß aber auch nicht wirklich, was ich falsch gemacht haben könnte. Auf jeden Fall ist die Verbindung zwischen Filz und Stoff nicht überall so "fest", wie ich es gerne hätte, außerdem habe ich möglicherweise zu dicke Lagen Filzwolle verwendet. Jetzt habe ich mir einfach mal Bücher zum Thema bestellt, auf die ich mich schon sehr freue.
Und wer sich mit dem Thema "Nunofilzen" auskennt und mir Tipps geben möchte - die nehme ich immer gerne an!
Also habe ich einen orangen Seidenschal sowie Filzwolle in rot, orange und gelb genommen und herausgekommen ist - nach einem langen Tag, an dem ich viel geschwitzt und gezweifelt habe - dieser Schal, der in meinen Augen aber durchaus noch Verbesserungspotenzial hat:
Ganz zufrieden bin ich nicht mit dem Ergebnis, ich weiß aber auch nicht wirklich, was ich falsch gemacht haben könnte. Auf jeden Fall ist die Verbindung zwischen Filz und Stoff nicht überall so "fest", wie ich es gerne hätte, außerdem habe ich möglicherweise zu dicke Lagen Filzwolle verwendet. Jetzt habe ich mir einfach mal Bücher zum Thema bestellt, auf die ich mich schon sehr freue.
Und wer sich mit dem Thema "Nunofilzen" auskennt und mir Tipps geben möchte - die nehme ich immer gerne an!
Sonntag, 11. Januar 2015
Wie verhext...
...ist es manchmal. Da hatte ich heute unverhofft einen ganzen Tag lang Zeit nur für mich. Meine To-Sew-Liste ist ewig lang, der Stoffschrank proppenvoll, zahlreiche ausgedruckte Schnitte warten darauf, zusammengeklebt und ausgeschnitten zu werden - aber ich konnte mich partout nicht entscheiden, was ich eigentlich mit meiner freien Zeit heute anfangen möchte. Ganz schön blöd, oder? Wenn ich nämlich keine Zeit habe, weiß ich immer ganz genau, was ich tun würde, wenn ich welche hätte...
Also habe ich meinen Tag eher unbefriedigend mit Rumkruscheln verbracht.
Spätnachmittags aber bin ich dann auf ein Freebook aufmerksam geworden. Schon seit Tagen fordert das kleine Töchterlein, dass es endlich mal wieder einen Rock haben möchte. Und dann bin ich - mehr oder weniger zufällig - auf diese Seite gestoßen: Freebook "Little Sweat Skirt" von Lin-Kim
Und dann ging alles ganz schnell - Freebook ausgedruckt, Stoffe zusammengesucht, ausgeschnitten, genäht, probiert - und für gut befunden:
Der graue Stoff ist herrlich kuscheliger angerauhter Sweat (woher, weiß ich schon gar nicht mehr), der Sternchenstoff ist ein Jersey aus dem örtlichen Stofffachgeschäft und das passende türkisfarbene Bündchen habe ich wohl auch dort erstanden.
Also habe ich meinen Tag eher unbefriedigend mit Rumkruscheln verbracht.
Spätnachmittags aber bin ich dann auf ein Freebook aufmerksam geworden. Schon seit Tagen fordert das kleine Töchterlein, dass es endlich mal wieder einen Rock haben möchte. Und dann bin ich - mehr oder weniger zufällig - auf diese Seite gestoßen: Freebook "Little Sweat Skirt" von Lin-Kim
Und dann ging alles ganz schnell - Freebook ausgedruckt, Stoffe zusammengesucht, ausgeschnitten, genäht, probiert - und für gut befunden:
Der graue Stoff ist herrlich kuscheliger angerauhter Sweat (woher, weiß ich schon gar nicht mehr), der Sternchenstoff ist ein Jersey aus dem örtlichen Stofffachgeschäft und das passende türkisfarbene Bündchen habe ich wohl auch dort erstanden.
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